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Burnout bei Jugendlichen

BURNOUT - BEI JUGENDLICHEN

„Burnout“ nennt sich der Zustand einer stark ausgeprägten emotionalen Erschöpfung.
Die Patienten zeigen sich gewöhnlich sehr engagiert für ihre beruflichen Ziele, vergessen dabei auf Pausen, Freizeitgestaltung und ausreichenden Schlaf. Kontakte mit Freunden werden vermieden, das Streben nach Erfolg bei gleichzeitig unsicherem Selbstwertgefühl steht im Vordergrund.

Mein Leitspruch aber lautet: das burnout beginnt nicht im Beruf sondern zu hause. Die Grundlage ist immer eine große Unsicherheit. Habe ich einen Wert? Werde ich auch wirklich geliebt von meinem Partner, meinen Freunden? Meinen Eltern? Oder muss ich meinen Wert nicht doch erst einmal durch herausragende Leistungen beweisen?
Diese Fragen schlummern unbewusst, bestimmen aber stark das Handeln. Da kann man sich schon mal als Jugendlicher hinter den Büchern und dem Computer vergraben, um einen eigenen Stellenwert zu finden.
So weit - so gut. Wenn diese Haltung aber einseitig wird, Einladungen zu Parties mit Freunden nicht wahr genommen werden, zu viel Sport zum Ausgleich betrieben wird, aufmerksame Bemerkungen von Freunden in den Wind geschlagen werden, die schulischen Interessen sehr einseitig verfolgt werden - kann sich auch bei Jugendlichen eine burnout-Symptomatik entwickeln. Auch Jugendliche können dann Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder gehäufte körperliche Beschwerden bekommen, die eine normale Beteiligung am Alltagsleben behindern.
Wenn die Situation kippt, interessiert gar nichts mehr, die idealistisch angestrebten Ziele scheinen unerreichbar, verursachen nur mehr Frust und werden dann auch nicht mehr verfolgt. Alles herum erscheint düster. Keine Rechnung geht auf. Die Misserfolge werden nicht verkraftet, was wer anderer noch als Herausforderung erfährt, wird hier als unüberwindbare Barriere erlebt. Eine erfolgreiche Lösung der Probleme kann nicht mehr gefunden werden. Gut gemeinte Ratschläge der Eltern oder Freunde können nicht mehr integriert werden.

Aus meiner Praxiserfahrung sind oft Menschen betroffen - und eben auch Jugendliche - die eine große und fähige Sensibilität aufweisen, deren sie sich zu wenig bewusst sind. Ihre großen Fähigkeiten passen oft nicht in unser gesellschaftliches Bild. Dort hat ihre spezielle Fähigkeit nicht unbedingt einen großen Wert wie z.B. bei helfenden Berufen, in der Ausbildung von Kindern tätige Menschen, in der Wirtschaft tätige Personen, die Veränderung wollen. Mehr wollen und sich dabei ganz alleine fühlen. Anerkennung wollen für etwas in unserer Welt, das die Gesellschaft noch nicht als Wert begriffen hat.
Ich fühle mich immer wieder beschämt für so viel Ignoranz, die meinen Patienten mit der sogenannten „burnout“-Diagnostik widerfährt. Es sind Idealisten in einer völlig materialistischen Welt. Es sind Feinfühlige in einer großen fremden Welt. Ihre Qualitäten werden nicht anerkannt, als hätte sich die ganze Gesellschaft gegen sie verschworen.
In unserer raschlebigen und auf Erfolgen ausgerichteten Gesellschaft kommt es daher immer häufiger zu dieser emotionalen Erschöpfung. Die Seele, die man ja nicht sehen kann, wird in einer auf Sichtbares konzentrierten Gesellschaft sehr oft übersehen, verletzt und misshandelt.
Wenn die Seele besonders viel Aufmerksamkeit braucht, also in der Pubertät, beim Berufseinstieg, bei großen Veränderungen im Leben - beruflich wie persönlich - wird sie oft alleine gelassen. Eltern haben nicht die Zeit, Lehrer haben eine andere Berufsaufgabe, Chefs träumen von Erfolgen, ohne zu wissen, was dazu beiträgt.

Aus meiner therapeutischen Erfahrung:
Wenn alle zusammen helfen, kann der jugendliche Patient seine falsche Gleisstellung eher erkennen. Ein deutlichen NEIN oder HALT können helfen. Denn vor einer professionellen Hilfe - die Jugendliche in der Pubertät gerne dankend ablehnen, sind sie doch von eben dieser Gesellschaft, die ihnen jetzt helfen möchte, ohnedies verunsichert - stehen die Familie und die Freunde. Diese bemerken auch die ungünstige Veränderung als erstes.
Die therapeutiche Begegnung ist am wirksamsten, wenn der/die Jugendliche spürt, dass jetzt endlich jemand ihre Probleme begreift. Das fällt den Eltern oft schwer, weil wir als Eltern doch immer nur „das beste“ für unsere Kinder wollen, aber oft ohne zu wissen, was es eigentlich ist. Als Eltern sind wir selber in unseren Unzulänglichkeiten gefangen und können dann nicht über den Tellerrand schauen. Wenn ich versuche, die Problematik genau zu verstehen, hat mein Patient erst die Möglichkeit, selber sich zu begreifen. Das ist oft ein längerer Prozess, den auch die Krankenkassen finanziell unterstützen. Je früher Jugendliche bei diesem Prozess eine professionelle Unterstützung annehmen, desto größer ist die Chance, auch im späteren Leben sich selber zu verwirklichen und nicht an vermeintlichen gesellschaftlichen Anforderungen zu zerbrechen.








WECHSELJAHRE UND HOMÖOPATHIE

Der nachfolgende Text ist eine Leseprobe meines Beitrages zum Buch:

„Wechseljahre“
Natürlich durchs Klimakterium
ISBN: 978-3-99052-013-0

Wolfgang Foisner (Hg.) im Verlagshaus der Ärzte erschienen

Die Wechseljahre bedeuten einen Wechsel. Wie so oft im Leben stellt sich etwas um. Wenn wir als Säugling unsere Zähne bekommen und plötzlich vom Erwachsenenteller mitessen dürfen, wenn wir in die Pubertät kommen und uns abgrenzen müssen von den Eltern, wenn wir nach erfolgreicher Ausbildung ins Berufsleben einsteigen. All diese neuen Schritte sind für uns eine große Herausforderung. Und je nach Kondition und Vorbelastung können wir diese mehr oder weniger problemlos bewältigen. Wenn Sie mehrere Kinder haben, wissen Sie, dass das Zahnen, die Pubertät etc. bei allen anders verläuft. Dementsprechend geben Sie als Eltern auch unterschiedliche Unterstützung. Vielleicht helfen Sie Ihrem Sohn zu mehr Ablösung in der Pubertät, während Sie ein Übermaß an Freiheitssinn Ihrer Tochter zu begrenzen versuchen.
Ähnlich unterschiedlich werden auch die Wechseljahre erlebt, in der eine Frau von einer Lebensphase des möglichen Kinderkriegens in eine andere wechselt, in der das nicht mehr möglich ist. Das Klimakterium ist aber sicher keine Krankheit. Allerdings geht in unserer westlichen Gesellschaft diese Veränderung mit allerlei Belastung einher. Die Kinder gehen vielleicht gerade aus dem Haus - was einerseits heiß ersehnt wird, andererseits eine große Umstellung bedeutet. Was mache ich, wenn ich nicht mehr für andere sorgen muss? Habe ich gelernt, für mich selber zu sorgen? Bin ich beruflich ausgelastet oder eine Wiedereinsteigerin nach langer Pause? Wie sieht die Partnerschaft aus? Gibt es genug Liebe, die aufkommende Falten und Gebrechlichkeiten überwindet? So erlebt also jede Frau diese Lebensphase sehr unterschiedlich. Die Wechseljahre bieten aber auch die Chance, ganz neue Kräfte in sich zu entdecken und zu entfalten. Wenn frau entlastet ist vom Sorgen um die Familie, kann sie sich vermehrt sich selber zuwenden und Geist, Seele und Körper in ein neues Gleichgewicht bringen. Das Klimakterium muss nicht das Ende einer attraktiven Frauenrolle darstellen, sondern kann der Beginn für etwas kostbares Neues werden. Dazu braucht es aber ein bisschen Mut und den Glauben an sich selbst. Sonst läuft frau Gefahr, sich kritiklos in die Hände der Kosmetik- bzw. Wellness-Industrie und der Schulmedizin zu begeben und damit die Erfahrung der eigenen Fähigkeiten zu versäumen. Eine Hormonersatztherapie löst genausowenig alle Probleme und wird aus homöopathischer Sicht als Unterdrückung gewertet. Damit kann sie zur Entstehung anderer Krankheiten beitragen. Was ja schulmedizinisch auch bereits heiß diskutiert wird. Eine Freundin hat mir neulich gesagt: „Ich nehme zwar Hormone, aber ich will sie jetzt absetzen, auch wenn ich dann mehr körperliche Symptome habe. Ich weiß, dass ich es selber schaffen kann.“ Und das wissen die Homöopathinnen auch und haben viele Mittel, die genau diese Selbstheilungsmöglichkeit unterstützen können. Damit ist keinesfalls gemeint, dass frau unnötig leiden muss. Sondern mit dem richtigen Mittel in Resonanz zu den eigenen Selbstheilungskräften zu gehen und diese zu unterstützen. Dann ist zwar morgen nicht gleich alles anders, aber Unruhezustände, Schlafstörungen, Hitzewallungen, trockene Scheide, Traurigkeit, Mutlosigkeit, sexuelle Unlust, Hauttrockenheit, Myome, Zysten, Schweiße etc. klingen allmählich - und viel schneller als ohne Homöopathie - ab und der Wechsel kann ohne seelische Qualen vollzogen werden. Gerade bei Wechselsymptomen sollte sich frau aber an eine erfahrene Homöopathin wenden und nicht den Selbstversuch wagen. Es gilt ja nicht nur anhand der körperlichen Symptome das richtige Mittel zu finden, sondern auch und gerade unter Berücksichtigung der vorhandenen Seelenzustände. Und diese kann man an sich selbst nicht neutral und unvoreingenommen beurteilen. Das ist aber eine Voraussetzung für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung. Dann kann der aus dem Takt geratene Mensch wieder in seinen ureigenen Rhythmus und seine ursprüngliche Ordnung gebracht werden.

Homöopathie und Psychotherapie

Die Seele kann manchmal sehr heftig und plötzlich reagieren, ohne dass uns vorher bewusst ist, worauf. Plötzliche Unsicherheiten, Ängste in Situationen, die zum Alltag gehören, Panikattacken, die den gewohnten Lebensrhythmus erschweren. Auch junge Menschen, selbst Kinder, können davon betroffen sein. Plötzlich wird die Angst vor dem Alleinsein so groß, dass die Mutter nicht mehr weggehen darf, dass das Kind nicht mehr in die Schule gehen will, weil es Angst um die Eltern hat, denen in seiner Abwesenheit etwas zustoßen könnte. Größere Strecken alleine im Auto fahren oder gar durch einen unserer langen Tunnels zu fahren werden dann zu einem unüberwindlichen Hindernis. Es kann also zu massiven Einschränkungen im Alltag kommen, wenn die Seele streikt.

Homöopathie und Psychotherapie können sich in der Heilung solcher Zustande gut ergänzen. Je früher damit begonnen wird, desto eher zeigen sich Heilerfolge. Beiden Methoden ist gemeinsam, dass sie nicht aktiv eingreifen sondern „nur“ die inneren Heilkräfte des Menschen stärken. Es werden günstigere Bedingungen geschaffen, dass sich die Seele wieder erholen kann, dass der Mensch wieder ins Lot kommt. Und es gibt keine Nebenwirkungen. Homöopathische Mittel können sehr gezielt Ängste heilen, aber oft bedarf es zusätzlich einer Psychotherapie, um den Heilvorgang zu begleiten. Umgekehrt unterstützt die Homöopathie den psychotherapeutischen Prozess enorm.


Ein gutes homöopathisches Mittel wird die erkrankte Person stärken und ihr den Lebensstress nehmen. Innere Sicherheit kann wieder entstehen und die Ängste verschwinden allmählich. Ein homöopathisches Mittel wirkt dann gut, wenn es individuell ausgesucht wird und dadurch mit der Einzigartigkeit der erkrankten Person in Schwingung treten kann. Natürlich dauert dieser Prozess seine Zeit, er findet unabhängig von anderen Medikamenten statt und es bedarf eines erfahrenen homöopathischen Arztes, der geduldig den Weg der Heilung begleitet. Homöopathie ist eine Heilmethode, bei der immer der Seelenzustand mit einbezogen wird. Auch bei Erkrankungen, die sich vordergründig nur körperlich zeigen.

Unter www.aeksbg.at finden sie den Arzt ihrer Wahl.


Herzgesundheit

Neben den bekannten Risikofaktoren für den Herzinfarkt (Übergewicht, Hochdruck, erhöhtes Cholesterin, Zuckerkrankheit, rauchen, Bewegungsmangel, familiäre Vorbelastung) steht ganz oben der Stress.

Stress bedeutet entweder, tatsächlich zu viel um die Ohren zu haben, meist beruflich,
oder seelischer Stress, den man nicht sieht. Das kann sein durch eine familiäre Belastung wie pflegebedürftige Eltern, Ehekonflikte, kranke Angehörige, Problemkinder. Das alles kann uns Sorgen bereiten, ohne dass wir merken, dass wir schon „am Ende“ sind. Da müssen wir noch gar nicht die kranke Mutter selber zu hause pflegen. Da müssen wir nicht Alleinerzieherin sein oder kurz vor der Scheidung stehen. Die Seele merkt sich Kränkungen, Übergangen werden, Lieblosigkeiten.

Das kann sich in der Folge im Körper ausdrücken z.B. auch am Herzen. Dieses reagiert vielleicht mit Herzrhythmusstörungen - plötzlich blubbert und rumpelt es - oder Hochdruck.

Der Rat, entspannen sie sich und kommen sie zur Ruhe, ist gut gemeint, aber allein oft nicht zu befolgen. Komplementärmedizinische Methoden wie z.B. Akupunktur oder Homöopathie helfen bei der Umstimmung. Homöopathie ist eine individuelle Methode, die den gestressten Menschen wieder ins Lot bringt. In der Folge können erstaunliche Heilerfolge erzielt werden, gerade bei chronischen Erkrankungen. Immer natürlich in Verbindung zur schulmedizinischen Diagnostik. Die Umstimmung erfolgt auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Immer wird die eigene Lebenskraft gestärkt.

Aber auch psychotherapeutische Methoden sind gut geeignet, das Leben entspannter anzugehen. Z.B. wenn mir schon alles zu viel wird und ich mich nicht traue NEIN zu sagen, weil alle anderen noch munter weitermachen und es mir peinlich ist, diese vermeintliche Schwäche einzugestehen. Sich selber wichtig nehmen ist oft ein langwieriger Prozess, besonders wenn in der Vergangenheit alles darauf angelegt war, die anderen (Eltern, Lehrer, Chefs, Freunde, Partner, Kinder) wichtiger zu nehmen als sich selbst. Nur ein Mensch, der in sich ruht, strahlt Zufriedenheit und Freude aus, und wird damit zur Freude seiner Umgebung.

Osteopathie

Osteopathie als sanfte Heilmethode mit ganzheitlichem AnsatzLesen Sie weiter...